Verfasst von Andreas Klavehn ● 17.12.2018 09:07:00

Ihr Produkt auf 380 Millionen Smartphones - Wie Endnutzer mit 3D-Modellen umgehen

Produkt auf 380 Millionen Smartphones

Immer mehr Unternehmen setzen zukünftig bei der Präsentation ihrer Produkte auf 3D-Modelle statt auf traditionelle Produktfotografie. Viele haben mit der Umsetzung bereits begonnen, andere starten jetzt. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Vorteile sich daraus für Marken, aber auch für Endkunden ergeben.

3D-Scanner erobern derzeit den Markt der digitalen Bildgebung. Die Darstellung kommerzieller Produkte in Form von 3D-Modellen, eröffnet sowohl Unternehmen als auch Konsumenten eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die vor nicht allzu langer Zeit noch unter Science Fiction verbucht worden wären. In Kürze werden 3D-Visualisierungen jedoch nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken sein und schlicht zum neuen Standard werden. Apple ist mit mittlerweile 380 Millionen iOS12 Nutzern Vorreiter unter den Smartphone Anbietern. Für nächstes Jahr werden alleine bei Apple 600 Millionen Konsumenten erwartet, die die 3D-Technologie nutzen können.

Durch die Möglichkeit, ein Produkt mittels 3D-Scanner von jeder Seite, inklusive der Unterseite, zu erfassen, haben CGI Artists alle Optionen offen, wenn es um die Darstellung des Produktes in einer Bildkomposition geht. Das 3D-Modell kann in einer 360 Grad Ansicht aus jeder erdenklichen Perspektive betrachtet werden. Es kann heran- und weggezoomt und sogar mittels Augmented Reality auf dem Bildschirm in die reale Welt des Kunden gezogen werden. Die Kamera agiert quasi als Fenster und lässt den User die Welt dahinter nach Lust und Laune virtuell gestalten.

Innovative Unternehmen wie Apple, Ikea oder Nike nutzen längst die neuen Wege, die die 3D-Technologie bietet, um Konsumenten ganz besondere Erfahrungen zu ermöglichen. Dabei setzen sie entweder auf Apps, überlegen sich Events, die mithilfe von Augmented Reality einen Produkt Release zum Erlebnis auf Konsumentenseite machen, oder entwickeln ganz einfach Möglichkeiten, wie Smartphone Nutzer innerhalb von Sekunden 3D-Modelle per SMS oder Messenger Dienste auf die andere Seite der Welt schicken können. In naher Zukunft werden selbstverständlich auch die Onlineshops von 3D-Modellen besiedelt werden. Liegt ein Produkt erst einmal als 3D-Modell vor, sind der Kreativität keine Grenzen mehr gesetzt.

Um ein Produkt 3D zu digitalisieren, muss es von einem 3D-Scanner erfasst werden. Nach einer kurzen Rekonstruktionszeit, kann es von einem CGI Artisten feingeschliffen und weiterverarbeitet werden. Ein 3D-Modell, das mittels RealScan gescannt wurde, steht in einer 360 Grad Ansicht zur Verfügung. Es kann nun atmosphärisch beleuchtet und in Szene gesetzt, animiert oder in eine interaktive Anwendung verpackt werden. Mit einem einzigen 3D-Modell können diverse Kanäle bespielt werden.

Unternehmen, wie Apple, Microsoft oder Google, die in der Lage sind, ganze Strukturen zur Verbreitung der neuen Technologie aufzubauen, treiben die Entwicklung der 3D-Visualisierung voran.

Auch Facebook beweist die steigende Popularität und Relevanz von 3D-Modellen und ermöglicht Nutzern eines iPhone 7+, 8+, X oder XS seit heuer, 3D-Fotos in seinem Newsfeed zu posten.

Schon jetzt ist es problemlos möglich, 3D-Modelle mit dem Smartphone zu verschicken und zu augmentieren. Apple hat mit dem USDZ Format die Gleise gelegt, 3D-Modelle blitzschnell zu verbreiten, Microsoft parallel mit dem GLTF Format. So sind alle Apple Endgeräte, die iOS12 kompatibel sind, in der Lage, das USDZ Format nativ zu verstehen. Ebenso verhält es sich bei Microsoft ab Windows 10 mit dem GLTF Format. In der Office 360 Version bietet Power Point sogar eine 3D-Funktion für Präsentationen. Und auch Android zieht nach, es wurde bereits Interesse am GLTF Format bekundet.



Warum sind 3D-Modelle interessanter für Endkunden, als klassische Fotos?

Stellen Sie sich vor, Sie wollen sich neue Sneakers kaufen. Sie betreten den Shop, probieren einige Modelle aus und können sich am Ende nicht zwischen Ihren beiden Favoriten entscheiden. Statt jede Menge Fotos der Schuhe von allen Seiten zu machen, scannen sie jedes Paar einmal mit dem 3D-Scanner Ihres Smartphones. Dann verschicken Sie die 3D-Scans an ihren besten Freund und bitten ihn um seine Expertise. Ihr bester Freund tippt den Scan an, zieht das 3D-Modell auf seinen Wohnzimmertisch und begutachtet Ihre Wahl von allen Seiten. Er stellt beide Modelle nebeneinander, vergleicht sie miteinander, sieht sich die Sohlen und Innenseiten an und zoomt näher, um die Verarbeitung zu überprüfen. Einige Minuten später teilt er Ihnen mit, für welches Paar er sich an Ihrer Stelle entscheiden würde.

Dieses Beispiel lässt sich nun auf so gut wie jedes erdenkliche Produkt ummünzen. Auf einfache Weise platzieren Sie Möbel und Accessoires virtuell in Ihrem Zuhause oder testen, wie sich der neueste 55 Zoll Fernseher bei Ihnen an der Wohnzimmerwand machen würde. Sie probieren sich durch verschiedene Kaffeemaschinen und die passenden Designer Toaster in Ihrer Küche, verschicken Fotos davon und lassen Ihre Freunde abstimmen.

Die 3D-Technologie bringt Ihre Produkte auf die Smartphones Ihrer Kunden, und noch weiter, in ihre eigenen vier Wände. Sie generiert spannende Erfahrungen, Freude, Spaß und vor allem einen Mehrwert, den Ihre Kunden mit Ihrer Marke in Verbindung bringen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass in Kürze niemand mehr darauf verzichten wollen wird, 3D-Modelle zu versenden und zu empfangen. Unternehmen, die jetzt umstellen, sind noch vorne mit dabei und haben sicherlich einen Wettbewerbsvorteil.

 

Was spricht noch für die 3D-Technologie als Zukunft der digitalen Bildgebung?

Die 3D-Technologie ist bereits in der Zukunft angekommen und wird sich immens weiterentwickeln. Heute nutzen 380 Millionen Konsumenten iOS12, 2019 werden es bereits um die 600 Millionen sein. Wenn man bedenkt, dass die 3D-Technologie schon jetzt eine enorme Reichweite hat - Tendenz stark steigend - wird klar, dass es höchste Zeit ist, die 3D-Strukturen in bestehende Systeme zu implementieren. Denn die Digitalisierung der gesamten Produktpalette nimmt Zeit in Anspruch, die man nicht verlieren sollte. Wer jetzt den Einstieg verpasst, wird wahrscheinlich lange brauchen, um den Rückstand aufzuholen. Wenn Sie noch ganz am Beginn stehen, ist das kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Welche die ersten Schritte zur 3D-Digitalisierung Ihrer Produkte sind und wie Sie noch heute damit starten können, lesen Sie in diesem Beitrag.


Fazit: Ihr Produkt auf 380 Millionen Smartphones - Wie Endnutzer mit 3D-Modellen umgehen

Die 3D-Technologie verbreitet sich rasant. Immer mehr Endnutzer sind bereits in der Lage, 3D-Modelle mit ihren Smartphones zu versenden und zu empfangen. Sowohl auf Unternehmens- als auch auf Konsumentenseite ergeben sich durch die Technologie eine Reihe großer Vorteile, die dazu führen, dass 3D-Modelle die Zukunft digitaler Bildgebung und der neue Standard werden. Apple ist hier die treibende Kraft, denn in schon in kurzer Zeit wird es jedem iPhone Nutzer möglich sein, die 3D-Technologie im Alltag anzuwenden.

3-Scans Paper

Topics: Smartphone 3D

Andreas Klavehn

Geboren in Mainz. Nach dem Abitur und der Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Hoechst AG in Frankfurt absolvierte er das Studium der Betriebswirtschaft und spezialisierte sich u.a. während eines Studien-Aufenthaltes in Tokio auf die Bereiche Marketing und Unternehmensführung. Sein Interesse für technische Produkte führte ihn nach dem Studium zu einem internationalen Unternehmen im Anlagenbau, bevor er bei PHILIPS und SAMSUNG seine Erfahrungen im internationalen B2C erweitern konnte. Seit 2007 leitet er bei ZEISS in Oberkochen die weltweiten Go-to-Market-Aktivitäten digitaler Produkt-Entwicklungen, wie z.B. das interne Start up ZEISS RealScan. Das Projekt beschäftigt sich mit der Erzeugung „Digitaler Twins“ mittels 3D-Scan, u.a. für die Anwendungs-Bereiche E-Commerce und Augmented Reality.

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